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 Dipl.-Ing. Sven Warremann

 

Sitzpositionsanalyse für Radsportler und Triathleten

Vorteile für die Fahrer:

  • –  Leistungssteigerung durch bessere Kraftübertragung
  • –  Verletzungsprophylaxe durch optimierte Biomechanik, konstanteres Training möglich
  • –  Evtl. Beschwerdebilder können erkannt und in der Regel behoben werden(Orthopädische Probleme sind weit verbreitet und behindern den Trainingsalltagenorm, wer Schmerzen hat „drückt“ nicht – unterbewusster Selbstschutz des Körpers)
  • –  Verbesserter Komfort, gesteigerter Trainingseifer und letztlich mehr SpaßIm Detail läuft eine Analyse folgendermaßen ab:
  1. Erfassung aller relevanten persönlichen Informationen über Training, Ernährung, Wettkämpfe, Stärken und Schwächen am Rad, evtl. gesundheitlichen (insb. orthopädischen) Probleme wie Beinlängendifferenzen, muskulären Verhärtungen, Beweglichkeitsstörungen, Fußstatik, muskuläre Reflexions-Tests, persönliche Vorlieben hinsichtlich Trittfrequenz und weitere Parameter.
  2. Analyse der Tretbewegung
    Mein persönlicher Eindruck der Sitzposition wird durch diverse Messwerte gestützt. seitlich: Kniewinkel, Druckpunktlot zur Pedalachse, Trittfrequenz, Kopf und Rückenhaltung, Armhaltung, Griffposition.
    frontal: Position der Knöchel-, Knie-, Hüftgelenke unter dynamischer Belastung. Eventuelle Fehlhaltungen von Kopf, Schultern, Nacken oder Becken.
  3. Sitzpositionseinstellung
    Anhand der vorausgegangenen Analysen werden die drei Kontaktpunkte (Pedale bzw. Schuhe, Sattel, Lenker) zwischen Fahrer und Rad exakt eingestellt.
    Cleats: Die horizontale Position ist abhängig von der Länge der geplanten Wettkämpfe bzw. deren Anforderung.
    Vertikale Position: Knöchel-, Knie-, Hüftgelenk müssen eine Achse bilden, auch unter Maximalbelastung.
    Schuheinlagen: Erhöhung auf Außen oder Innenseite bei O/X Beinen oder fehlender Verstell-möglichkeit der horizontalen Position
    Sattel:
    Sattelhöhe: Einstellung erfolgt über Ermittlung des Kniewinkels: hochfrequentes Fahren erfordert einen spitzeren Winkel, kraftvolleres einen stumpferen. Zu beachten ist, dass die Veranlagung des Fahrers diese Einstellung bestimmt, und er nicht durch falschen Kniewinkel und jahrelanger Anpassung zu der entsprechenden Frequenz gezwungen wird, was während der Analyse aufgedeckt und ggfs. behoben wird. Sattelrückstand: Primär zur Einstellung des Druckpunktes für maximale Kraftübertragung.
    Sattelneigung: Die Kontaktfläche, auf der die Sitzknochen aufliegen, muss exakt waagerecht sein. U.a. dadurch wird ein rutschen am Sattel verhindert und Scheuerstellen, Taubheitsgefühlen etc. vorgebeugt.
    Lenker:
    Überhöhung: Relative Abhängigkeit zur Körpergröße, zur Oberkörper- und Beinlänge. Individuelle Verträglichkeit wird überprüft und angepasst.
    Lenkerneigung: Die optimale vertikale Handstellung kann in Unterlenkerhaltung durch entsprechende Lenkerneigung realisiert werden

Zeitfahraufsatz: Die Handstellung und –überstreckung ist von individueller Verträglichkeit und zu absolvierender Streckenlänge abhängig -> optimaler Kraftschluss bei hoher Überstreckung für UCI TT, OD etc. versus nahezu lockerem Griff bei LD.

4. Perfekte Ansteuerung der richtigen Muskelgruppen in der Tretbewegung ist hinsichtlich der Leistungsentfaltung entscheidend. Meine im Rahmen einer Diplomarbeit gewonnenen Erkenntnisse auf diesem Gebiet heben die Analysen von anderen Angeboten ab.

Nach einer gewissen Anpassungszeit des nervalen und muskulären Systems an das neue Trittmuster, lässt sich in einer Folgeuntersuchung eine Leistungssteigerung feststellen. Meist ist schon unmittelbar nach der Optimierung ein subjektiv „stabilerer“ Tritt spürbar. Die erzielten Steigerungen lassen sich natürlich nicht vorhersehen und hängen stark von der bisherigen Position ab.

Die Dauer einer Analyse beträgt 1-2 Stunden. Die Preise liegen bei 150€ für das klassische Rennrad und 170€ für ein Triathlon- bzw. Zeitfahrrad.

Benötigte Ausrüstung:

Eigenes Rad bzw. Zweitrad, Zeitfahrrad; Schuhe und evtl. verschiedene Einlagenpaare; Wettkampfkleidung (Hosendicke ist entscheidend).

Vorbereitung des Fahrers:

Gute Hydrierung, halbwegs erholt, bei deutlichen Umstellungen der Biomechanik ist eine Reduzierung des Pensums angezeigt. Faustregel: bis 0,5cm Sattelhöhe/Woche tolerierbar bei konstantem Training.

Die Analysen finden im Radwerk in Marburg statt, bei Vereinen oder größeren Gruppen nach Absprache auch vor Ort.

 

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